Skeletterkrankungen beim Hund - ernährungsabhängige Ursachen

 

 

THP Michael-Alexander Kempa

 

Es werden dem Tierheilpraktiker ungewöhnlich viele Hunde vorgestellt mit hochgradigen Störungen der natürlichen Bewegungsabläufe. Dies ist der Fall bei älteren Tieren, wie auch bei Tieren in mittlerem Alter. Oft wird dies mit frühzeitigen „Verschleißerscheinungen“ erklärt.

In den meisten Fällen lässt sich durch eine Anamnese jedoch das Füttererungsmanagement der Halter feststellen: Die vorgestellten Patienten mit Krankheiten des Bewegungsapparates werden ausschließlich mit industriellem Büchsen - oder Trockenfutter ernährt. Diese Tiere bekommen von ihren Haltern so gut wie keine Frischkost mehr. Den Tieren fehlen somit  u.a. Antioxidanzien in Form von Flavonoiden (Pflanzliche Farbstoffe) und Photonenmoleküle. (Gespeichertes Sonnenlicht in natürlicher Nahrung) Natürliche Antioxidanzien und Photonen sind aber wichtige Determinanten in der Vorbeugung von tumorbildenden Krankheiten. Auch bei Herz- und Kreislauferkrankungen spielen alimentär bedingte Defizite von Antioxidanzien und Photonen eine wichtige Rolle.

 

Ich möchte aus diesem Grund die weitaus häufigste Ursache von Krankheiten am Bewegungsapparat aufzeigen:

 

  1. Die chronische Intoxikation des Körpergewebes mit anorganischen Mineralstoffen durch Fütterung von Heimtier- Fertigprodukten.

  2. Die chronische Intoxikation des Körpergewebes mit noch stoffwechselaktiven Hormonen, ebenfalls durch Fütterung von Heimtier- Fertigprodukten.

 

Um eine Erklärung für die biochemischen und physiologischen Ursachen zu finden, ist es von Vorteil, zuerst einen kurzen Blick auf die Funktionsweise bzw. die Physiologie des Bewegungsapparates des Hundes zu werfen.

 

 

Die Physiologie des Bewegungsapparates


Man unterscheidet am Bewegungsapparat das Tragegerüst mit dem Skelett und seinen Knochen, sowie die Weichteile wie Muskulatur undSehnen.

Gefahren für das Skelett des Hundes können aus drei Gründen auftreten:

 

  1. Die Risiken lokal bedingter Traumen, Unfälle, Überanstrengungen Zerrungen etc.

  2. Durch degenerative, organische Störungen, wie zum Beispiel die Polyneuropathie. Sie wird oft verursacht durch gestörten Elektrolytrückfluss der Nieren, die durch falsche Ernährung frühzeitig (etwa ab der Lebensmitte) geschädigt werden.

  3. Durch hormonelle Dysfunktionen des tiereigenen endokrinen Systems und falsche Mineralienzusammensetzung des Futters.

 

Die Punkte zwei und drei erscheinen im Zusammenhang dieser Ausführung hier von besonderem Interesse.

 

 

Das Zusammenspiel von Calcium und der Hormone für die Gesundheit des Skeletts

 

Der Aufbau und die Anpassung an die Belastungsfähigkeit des Skeletts unterliegen einer hormonellen Steuerung. So wird der Calciumstoffwechsel des Organismus gesteuert von den Hormonen:

 

  1. Calcitriol (Vitamin D3). Es ist zuständig für Resorption von Calcium aus der Nahrung, respektive dem Darm.

  2. Calcitonin

  3. Parathormon

 

Verantwortlich für die Einregulation des Calciumspiegels, d.h. für die Höhe des Gehaltes von Calcium in der Blutbahn.

 

Die Physiologie:

 

  1. Calcitonin, ein Produkt der C-Zellen der Schilddrüse, senkt den Calciumspiegel in der Blutbahn, antagonistisch zum Parathormon.

  2. Parathormon, in der Nebenschilddrüse gebildet, wird dann in Abhängigkeit von der Höhe des Serumcalciumspiegels ausgeschüttet, d.h. es kann den Calziumgehalt des Blutes erhöhen und den Phosphatgehalt erniedrigen.

 

Ebenfalls sind die beiden Hormone Calcitonin und Parathormon für die Ossifikation der Knochenzellen zuständig.
(Ossifikation = Bildung und Umbau von Zellen des festen Körpergewebes: den Knochen) In der Ossifikation unterscheidet man die Bildung von Osteoblasten und Osteoklasten. Osteoblasten sind diejenigen Zellen, die neues Gewebe im Knochen aufbauen, Osteklasten sind Zellen, die altes Gewebe abbauen.

 

 

Die hormonelle Fehlsteuerung

 

Bei einer hormonellen Fehlsteuerung des Knochen wie auch des Gelenkstoffwechsles werden gesunde Zellen abgebaut und alte Zellen, genauso so wie minderwertige Zellneubildungen, im Übermaß an eigentlich nicht vorgesehen Abschnitte der Knochenhaut aufgebaut. Abschnitte, die von der Physiologie her gesehen zu einem bestimmten Zeitpunkt keine Zellneubildung brauchen.

Die Frage ist nun: Wie kann ein degenerativer Knochen - und Gelenkstoffwechsel überhaupt entstehen?

 

 

Die erste ernährungsabhängige Ursache:

Behandlungen mit hormonellen Arzneien

 

Es gibt eine große Gruppe von hormonellen Arzneien wie sie die Gruppe der Kortikoide darstellt. Durch die Kortikoidtherapie wird massiv in die Mineralisation des Knochens eingegriffen. Hierdurch ist auch das Calcium/Phosphor Verhältnis des Knochengewebes nachhaltig betroffen.

Die Chancen, mit dieser Belastung fertig zu werden, sind für ein junges Tier wesentlich höher wie für ältere. Sie ist auch für diejenigen Tiere höher, die natürlich ernährt werden. In diesem Fall erfolgt keine Kulmination von Hormonen, die zusätzlich mit der Nahrung aufgenommen werden.
Gelingt es dem Tier nicht, die hormonelle Disbalance durch eine Kortison-Behandlung wieder durch die körpereigene Homöostase (Gleichgewicht) herzustellen, so ist eine schleichende Degeneration des festen Gewebes der Knochen zu erwarten.

Eine medizinische Wertung der therapeutischen Maßnahmen mit Kortikoiden ist hiermit nicht verbunden. Sie haben ihren festen Platz in der Notfallmedizin, sind jedoch immer Kompromisse bei längerer Anwendung zwischen Nutzen und Nebenwirkungen.


Das größte und wichtigste Einfallstor für körperfremde Hormone ist jedoch die Fast-Food Ernährung.

 

 

Die zweite ernährungsabhängige Ursache:

Hormonelle Bestandteile im industriellen Fast-Food für Heimtiere

 

An der Ossifikation der Knochen sind auch Östrogene beteiligt. Der größte Teil an noch stoffwechselaktiven Geschlechtshormonen wird über die Fortpflanzungsorgane der Schlachttiere in das Haustierfutter gegeben:

 

  • Östrogenen der Ovarien von Kühen

  • Testosterone der Hoden von Rindern

 

Ferner finden die Hormone Eingang in den Stoffwechsel unserer Haustiere durch: 

 

  • Schilddrüsenhormone von selektierten Geflügelhalsköpfen

  • Schilddrüsenhormone von anderen Schlachttieren: Schweine, Kälber ,Rinder  etc.

  • Hormone der Hypophyse und des Hyphothalamus aller Schlachttiere

  • Phytoöstrogene der Fleischimmitate wie Sojaderivate in Büchsenfutter.

 

Diese hormonellen Bestandteile sind aus herstellungstechnischen Gründen im Inhalt des Fertigfutters aller Marken zu finden. Da ihre Mengen von Charge zu Charge variieren und aus rechtlichen Gründen auch nicht angegeben werden müssen, wird der Endverbraucher über diesen Umstand auch nicht informiert. Abgesehen davon wäre eine quantitave Angabe überhaupt nicht möglich.
Soweit überhaupt Muskelfleisch zu Hunde- und Katzenfutter verarbeitet wird, (der größte Teil besteht aus Sojaderivaten und  so genannten Schlachtnebenprodukten) handelt es sich um Bestandteile, die für den menschlichen Verzehr nicht mehr geeignet sind. Vor allem Teile der oben genannten Drüsen. Ebenso finden zum Beispiel Hinkelabfälle der Legebatterien („Geflügelrohprotein“ steht dann auf den Verpackungen) und weitere Nebenprodukte aus der industriellen Fisch- und Fleischverarbeitung Verwendung.

 

 

Endokrine Auswirkungen

 

Der Verzehr von noch aktiven Hormonen als Bestandteil der täglichen Futterrationen initialisiert tief greifende Stoffwechselstörungen mit pathologischen Veränderungen am Skelett, da der Körper die massive Zufuhr nicht mehr aus eigener Kraft bewältigen kann. Er stellt letztendlich seine Regulierung ein.

 

 

Wissenschaftliche Nachweise

 

So wurden bereits im Jahre 1967 Studien erstellt (Pierce und Bridges), welche die Auswirkungen von Östrogenen auf die Hüftgelenksdysplasie nachweisen. Die Ursache war, dass bei jungen Hunden mit HD erhöhte Serumwerte mit Östrogene gefunden wurden. Ferner wurde eine hohe Urinausscheidung festgestellt. In der Folgezeit wurden weitere Tierexperimente durchgeführt, die eben diesen Umstand bewiesen: Lars Ekmann vom Royal Veterinary College konnte dann im Jahre  1968 ebenfalls durch östrogene Hormoninjektionen morphologische Veränderungen bei jungen Schäferhunden  verursachen, die zu einer hochgradigen HD führten.
Im gleichen Jahr stellte Gustafson vom selben Institut bei Versuchen an Greyhoundwelpen pathologische Befunde am gesamten übrigen Skelett fest.
Des weitern konnte in einer Promotionsarbeit (Schuberth) im Jahre 1980 ein Zusammenhang zwischen einer HD und einer Hypothyreose/Hyperthyerose (Schilddrüsen Unter- und Überfunktion) nachgewiesen werden. An einem Kollektiv von 305 Hunden wurde eine irreversible Schädigung des Knochenstoffwechsels durch die Verabreichung von Schilddrüsenhormonen nachgewiesen. Man vermutete, dass das Zusammenspiel von Vitamin A in Form einer Überdosierung an den Dysfunktionen der Schilddrüsen ursächlich sind. Vitamin A ist ein Antagonist der Schilddrüse.

 

 

Die dritte ernährungsabhängige Ursache:

Die Rolle der Vitamine und Mineralien

 

Synthetische, biochemisch nachgebaute Vitamine aus dem Labor, (nicht aus dem natürlichen Verbund eines Nahrungsmittels) werden dem Hund und der Katze mit jedem kommerziellen Futter zugeführt.
Im Zusammenhang mit der Gesundheit des Bewegungsapparates ist hier besonders das Vitamin D3 zu beachten, das eigentlich kein Vitamin ist, sondern zu der Gruppe der Hormone gezählt wird. Es wird in der Niere als Vorstufe aus D2 (1,25-dihydroxycholecalciferol = Calcitriol= Vitamin D3- Hormon) gebildet zur Steuerung der Calciumsynthese. Dieser Umstand bedingt auch die Hormonzuordnung.
Natürliches D3 ist in der Butter, in Leber und in der Milch zu finden. Ein Mangel tritt bei Ernährung ohne Provitamine ein.

( Provitamine = Vitaminvorstufen, Beispiel: Provitamin Karotin)

Auch zuwenig UV-Bestrahlung kann einen Mangel verursachen. (Stallhaltung von Nutztieren) Für den Hund ist somit ein längerer Aufenthalt an der frischen Luft mit genügender UV-Bestrahlung  äußerst lebensnotwendig.

Das Calcitriol (D3- Hormon) erhöht die Resorption der Calciumkaufnahme im Darm und forciert die Calciumsynthese der Zellen. Dies führt bei gesteigerter Aufnahme zu einer vom Körper nicht initialisierten, abnorm hohen Resorption von Calcium aus den Darmzotten in die Bahnen der Blutgefäße.

 

 

 

Hormonale-Regelung

 

Bild:
Hormonale Regelung der Calciumkonzentration im Blut.

Quelle: Dyckerhof Pharma: Die kausale Therapie des Bewegungsappartes. Regenersen Fortbildungsseminare.

 

 

 

Startschuss für ein verhängnisvolles Szenario

Da der Blutcalciumspiegel unbedingt konstant gehalten werden muss, wird das überschüssige Calcium vorerst eingelagert an den Epihysen, den Enden der langen Röhrenknochen. Das kann in leichteren Fällen zu einem unphysiologischen Winkel zwischen dem Hüftkopf und seiner artikulierenden Pfanne führen. Die Tiere zeigen dann keinen „glatten“ Gang, sondern individuell verschieden ausgeformte Gangauffälligkeiten. In schwereren Fällen führt die Einlagerung von überschüssigem Calcium jedoch zu tief greifenden Veränderungen von Hüftpfanne und Oberschenkelhalskopf. Beides, die leichteren und die schwereren Fälle, führen unausweichlich zu arthritischen Veränderungen des Gelenks. In der Folge wird durch den verstärkten
Ab - und Umbau mit sichtbaren Aufreibungen im Röntgenbild ein Untergang des Gewebes ausgelöst.

Bei palpatorischen Untersuchungen (hier: passiv ausgeübte Gelenkbewegungen) sind sehr häufig schmerzhafte Kreaptationsgeräusche zu hören. Ursache sind die „hörbaren“ Calciumdepots des Körpers. Letztendlich führen die pathologischen Veränderungen dann zu einer schrittweisen Luxation (Auskugelung) der beteiligten Gelenkpartner.
Bei der fortgesetzten Verabreichung von Vitamin D3 im Fertigfutter, besonders in Verbindung mit Substitutionen von anorganischem Calcium, kommt es dann zu einer Einlagerung des Calciums in die Sehnen, in die Bänder und in das Unterhautfettgewebe

 

 

„Schauen Sie mal bitte, mein Hund hat einen Knuppel in der Haut (?)“

 

Bei der Palpation von verschiebbaren Hautknoten ist ebenfalls an obige Ursache zu denken. Die fühlbaren Hautknoten sind häufig mit überschüssigem Calcium gefüllt, die der Körper aus homöstasischen Gründen anlegt.
Ferner ist davon auszugehen, dass es in der Niere zur Einlagerung von Calciumkristallen kommt, da das sensible  Nierengewebe mit der Ausscheidung der viel zu hohen Mengen an Calcium überfordert ist.
Das ist die Auslösung für weitere, schwere Krankheitsbilder der Nieren, vergesellschaftet mit Herz- und Kreislauferkrankungen durch Gefäßverkalkungen.

 

 

Die Umstellung des Stoffwechsels

 

Um die bedrohliche Ansammlung von Calcium im Körper zu vermeiden, veranlasst der Körper darüber hinaus die Bildung von Osteoklasten, den knochenabbauenden Zellen. Dies kann zu einer vollständigen Entmineralisierung des Knochens führen. Betrachtet man unglücklicherweise genau in diesem Stadium eine Röntgenaufnahme des Hüftkopfes, scheint es, als wäre hier eine Unterversorgung mit Calcium vorhanden. Oft wurden dann calciumhaltige Präparate und calciumreiche Fütterung empfohlen. Genau das Gegenteil wäre Richtig: Eine Reduktion von Vitamin D3 und Calcium.
Diese Unwissenheit physiologischer Vorgänge hat zu immer höheren Dosen von Vitamin D3 im industriellen Fertigfutter geführt, da Vitamin D3 die Resorption von Calcium aus dem Darm fördert.

 

 

Oberschenkelkopf

 

Bild:
Ab - und Umbau mit Pilz-und walzenförmigen Aufreibungen des Femurkopfes. (Oberschenkelkopf) So entstehen die Kreptationsgeräusche bei der palapatorischen Untersuchung, wird der Kopf des Oberschenkels im Acetabulum (Hüftpfanne) passiv bewegt. Durch die starken Schmerzen wird vom Tier eine Schonhaltung eingenommen mit der Auswirkung einer Muskelatrophie. (Muskeldegeneration)

Quelle: Marc Torel: Der dreißigjährige Krieg. Die Bekämpfung der Hüftgelenksdysplasie des Hundes in Deutschland.
Transanimal Verlag.

  

 

 

Die Muskelathrophie als Folge

 

Gelenke werden durch Muskeln und Bänder in ihren Gelenkpfannen gehalten bzw. mit hohem Druck hineingepresst. Bei schmerzhaften Veränderungen des Gelenks wird die schmerzhafte Seite entlastet. Dies führt zu einer Atrophie, einem Muskelschwund. Durch die Atrophie wird das Gelenk noch lockerer und ein verhängnisvoller Kreislauf beginnt: Durch die nachlassende Muskelspannung „leiert“ das Gelenk noch weiter aus. Das Tier geht lahm oder hat ein anormales Gangbild. Hier können physiotherapeutische Maßnahmen, verbunden mit der Verabreichung von hochwertiger und richtig zusammengesetzter Nahrung, die Muskeln u.U. wieder aufbauen.

Hochwertige Nahrung bedeutet in diesem Zusammenhang: Künstliche Vitaminisierungen einstellen, wenig Eiweiß, dafür aber von hochwertiger Qualität. Weiter: Das völlige Einstellen der Gaben von „Leckerlis“ mit schädlichen Antioxidanzien und Zucker.

 

Zwei weitere Aspekte:

 

 

Die Entstehung von Krebs durch Calcium

 

Bei einer amerikanischen Studie mit 21000 Patienten (Humanmedzin) hatte sich herausgestellt, dass die Krebshäufigkeit zunimmt, insbesonders das Prostata-Carzinom bei Männern, wenn nur 0,6 Gramm Calcium pro Tag zugeführt wird. (Dr. med.Köhler,Freiburg)Empfohlen ist in der BRD von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung aber 1 - 1,5 Gramm pro Tag, häufig auch mehr.

 

 

Das Trockenfutter - in der TCM genannt „die energetische Hitze“

 

„Große Hitze“ - als thermisch gespeicherter Nahrungszustand, wird dem Körper nach dem Verständnis der Chinesischen Medizin mit dem Trockenfutter zugeführt. Fatal wird dies bei entzündlichen Prozessen im Körper, wie sie bei vielen Krankheiten des Bewegungsapparates vorhanden sind. Zu der sowieso schon vorhanden Erwärmung im Körper durch Entzündungsprozesse wird weitere „Hitze“ dazugegeben.
Dies bleibt übrigens auch so, wenn das Trockenfutter in Wasser eingeweicht wird, hier wird die Unverdaulichkeit durch das extrazelluläre Wasser im Magen sogar noch erhöht.

Hitze ist ein krankheitsauslösender Faktor in der TCM. Als endogener Faktor spielt er im Krebsgeschehen eine bedeutende Rolle.



Fazit



Gerade am Beispiel der Krankheiten des Bewegungsapparates ist es wichtig,

 

  • auf eine richtig zusammengesetzte, vor allem natürliche Ernährung zu achten,

  • für eine ausreichende Bewegung des Tieres zu sorgen, d.h. bei Hunden drei bis vier Stunden pro Tag.

 

Alle therapeutischen Maßnahmen, ob schulmedizinisch oder naturheilkundlich, die die beschriebene ernährungsphysiologische Bedeutung des Knochenstoffwechsels nicht in ihrem Konzept beinhalten, behandeln oder lindern Symptome, aber keine Ursachen. Ein Fortschreiten der Degeneration am Bewegungsapparat ist damit vorprogrammiert. Physiotherapeutische Behandlungen (häufig sehr kostenintensiv) sind zwar für das schmerzgeplagte Tier wünschenswert, sie hätten aber bei einem natürlichen Fütterungsmanagement in den meisten Fällen vermieden werden können.

 



Literaturverzeichnis:

  1. Klinke/Silbernagel: Lehrbuch der Physiologie. Thieme Verlag  Stuttgart.

  2. Marc Torel: Der dreißigjährige Krieg 1966-1996.

  3. Die Bekämpfung  der Hüftgelenksdysplasie in Deutschland.

  4. Dr. med. Köhler, Freiburg, naturheilkundlicher Internist:

  5. Die Osteoporose. Artikel in Zeitschrift Comed, Ausgabe 10/ 2002.

  6. H.J.Kammerer: Der Jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin.