Das Konzept der 5-Elemente Ernährung für unsere Kleintiere - Teil 2

 

 

 

5 Elemente 

 

5 Elemente

 

Yin-Organe:

Feuer


Herz

Metall


Lunge

Erde


Milz

Holz


Leber

Wasser


Niere

 

Yang-Organe:

Dünndarm 

Dickdarm 

Magen 

Gallenblase 

Blase

 

 

 

 

Wie werden die Nahrungsmittel ausgewählt?

 

Stoffwechselorientiert: Nach den Inhaltsstoffen
Qualitätsorientiert: Nach der Lichtenergie

Das entscheidende Qualitätsmerkmal sind nicht nur die Inhaltstoffe, sondern auch der Gehalt an Sonnen-Photonen, also die Lichtenergie. Um diesen Gehalt möglichst hoch zu halten, ist kontrolliert biologischer Anbau der Gemüsesorten und der Kohlenhydrate auf jeden Fall zu bevorzugen und jede zweifelhafte Herkunft zu vermeiden. Bei zweifelhafter Herkunft sind nicht nur weniger Biophotonen enthalten, sondern es werden auch zusätzlich Herbizide und Pestizide. zu erwarten sein, die sich zerstörend auf die hochempfindliche Lipoproteidstrukturen in den Zellmembranen auswirken. Dies ist besonders bei Kranken Tieren von Bedeutung.

Nach diesem Prinzip der Photonen-Energie arbeiten auch die TCM-Kliniken (Humanmedizin), und haben deshalb ihre zahlreichen Heilerfolge, die von der Fachwelt ungläubig zur Kenntnis genommen werden. (müssen)

 

 

Mit den passenden Nahrungsmitteln die körpereigene Balance (Homöostase) wieder herstellen oder:
Die Nahrung als Medikament

 

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) basiert auf den energetischen Konzepten, nach denen vitale Energie, das Qi, in Zellen, Gefäßen und Organen zirkuliert. Diese sind untereinander verbunden mit Meridianen. Jede Krankheit in diesem Denksystem ist das Resultat eines eingeschränkten oder unharmonischen Energietransports. Die Krankheit drückt sich aus in einem zu starken (Fülle) Energiefluss oder in einem zu geringen Energiefluss (Leere) in einem Gefäß, Organ oder Meridian. Alle Heilungsmethoden der TCM zielen darauf ab, die Energiebalance im gesamten System wieder herzustellen.

Dazu muss ein Organ oder ein Meridian diagnostiziert werden, von dem die Imbalanz ausgeht, oder von dem eine Fülle oder Leerestörung ausgeht. Daraus folgt:

 

 

Nur die Balance der Veränderung ist entscheidend.

 

Die Therapiemaßnahmen welche eine Wiederherstellung der Balance bewirken, sind:

 

 

  • Diätetik

  • Phytotherapie

  • Akupunktur

  • Bewegungs- oder Massagetherapie

 

Das Universum, der Himmel und die Erde verändern sich in bestimmten Mustern. Je harmonischer, je ausgeglichener wir mit diesen Veränderungen umgehen, desto gesünder sind wir. Die Prinzipien des Wandels, wurden auf das irdische Dasein bezogen, um uns mit dem fortwährenden, veränderlichen Lebensfluss in Einklang zu bringen.


Die Prinzipien des Wandels sind:

1. Yin und Yang, das Gesetzt der Dualität
2. Die Verfeinerung von Yin und Yang: Die fünf Elemente
3. Das Tao, die innewohnende Einheit aller Dinge.

Diese drei Prinzipien bilden sowohl die Grundlage der Traditionellen Chinesischen Medizin als auch der Ernährung nach den 5-Elementen. Die Ernährung nach den 5-Elementen ist somit ein Teilgebiet der chinesischen Medizin. Für die 5-Element -Ernährungsberatung unserer Tiere werden die Begriffe Yin und Yang und das Prinzip der fünf Elemente etwas ausführlicher erörtert. Das Tao lassen wir der Übersichtlichkeit wegen hier außer Acht.

 

 

Das Yin und Yang

 

Yin und Yang sind die Polaritäten des Lebens: Dunkel und hell, Tag und Nacht, krank und gesund, männlich und weiblich. Gesundheit bedeutet, dass sich Yin und Yang in einem dynamischen Gleichgewicht befindet. Der Organismus in seiner Gesamtheit von Körper, Geist und Seele läst sich vollständig in Yin und Yang einteilen. Auch Krankheitsprozesse und Symptome können in Yin und Yang eingeteilt werden.


Durch die Kenntnis dieser Symptom - Zuordnungen in Yin und Yang läst sich eine grundlegende Diagnose stellen.

 

 

Yin/Yang und die Thermik:

 

Yin = Kühlung / Yang = Erwärmung

Das Hauptmerkmal der Fünf-Elemente Ernährung ist die Nutzung der thermischen Temperaturwirkung von Lebensmitteln.

Haben Sie sich im Winter schon mal ausschließlich von Rohkost und Salaten ernährt? Vermutlich haben Sie dabei ständig gefroren. Und sicherlich bekamen sie von etwas sehr scharfen schon mal einen Schweißausbruch.

 

 

Die thermische Wirkung

 

Mit der thermischen Wirkung der Nahrungsmittel ist nicht die Esstemperatur gemeint, sondern die Wirkung auf den Organismus:

 

Kalte Nahrungsmittel verlangsamen den Stoffwechsel und „kühlen“ den Körper.

 

Eine kühlende Wirkung ist zum Beispiel bei Fieber erwünscht:

 

Yin = anabole Nahrungsmittel

Heiße und erwärmende Nahrungsmittel beschleunigen den Stoffwechsel und wärmen:

 

Yang= katabole Nahrungsmittel

Thermisch neutrale Nahrungsmittel haben eher eine ausgleichende und nährende Wirkung:

 

Neutrale Nahrungsmittel

Im Allgemeinen ist es günstig, überwiegend Nahrung aus dem neutralen Bereich zu sich zu nehmen oder unseren Tieren zu reichen.

Sie werden Krankheitsfall ergänzt, entweder durch Yang-Lebensmittel oder Yin-Lebensmittel.


Beispiele für eine Therapie mit synergistischer, auf den ganzen Körper bezogene Wirkung:

Therapie bei Yang-Mangel Erkrankungen wie Hypotonie, Anämie mit Frieren, chronische Erkrankungen, geriatrische Symptome:

 

 

  • Wärmende Maßnahmen

  • Aufbautherapie

  • Tonisierende, stärkende Akupunktur oder Akupunktmassage

  • Katabole, erwärmende Nahrungsmittel und Kräutermischungen mit Yang Wirkung

  • Therapie bei Yang-Überschuß-Erkrankungen wie Polyarthritis, Augenbindehautreizungen, entzündlichen Zuständen im Körper:

  • Kühlende Maßnahmen

  • Überschuss vermindern

  • Sedierende, beruhigende Akupunktur oder Akupunktmassage

  • Anabole, kühlende Nahrung und Kräutermischungen mit Yin-Wirkung

 

Die Verfeinerung von Yin und Yang:

Die Jahreszeiten in der Erweiterung auf die 5 Elemente

 

Die vier Jahreszeiten haben jeweils typische Erscheinungen und Energiebewegungen. Jede Jahrszeit wurde mit einem Symbol versehen, um diese Prozesse zu verdeutlichen.

 

 

  • Holz im Frühjahr

  • Feuer im Sommer

  • Metall im Herbst

  • Wasser im Winter

 

 

Das Element Holz

 

Holz entspricht der im Frühjahr keimenden und auftreibenden Natur. Die Natur wächst kraftvoll mit grünen Pflanzen (Holz) Alles entfaltet sich und bewegt sich.


Auf der körperlichen Ebene steht Holz für den Funktionskreis Leber und Gallenblase.
Als Sinnesorgan ist das Auge diesem Funktionskreis zugeordnet.
Ebenso das Ohr (es ist auch im Element Wasser, da es sich beim Hören um ein interaktives Geschehen handelt)

Beispiele von Nahrungsmittel des Holzelementes:

Weizen, Hefe, Geflügel, säuerliche Früchte,
Gemüsefarbe: Grün

 

 

Das Element Feuer

 

Die Sonne als Ausdruck des Feuers erreicht im Sommer ihre größte Kraft. Die heißen Tage laden ein, sich viel im Freien zu bewegen. Es herrscht Freude und rege Kommunikation.

Auf körperlicher Ebene steht Feuer für den Funktionskreis Herz und Dünndarm mit Dreifach-Erwärmter und dem Perikard (Herzbeutel)

Beispiele von Nahrungsmittel des Feuerelementes

Lamm, Roggen, Knoblauch, Ingwer, einige Gewürze,
Gemüsefarbe: Rot

 

 

Das Element Metall

 

Im Herbst zieht sich die Lebenskraft der zurück. Die Säfte sinken in die Wurzeln und die Blätter fallen ab. Es ist die Zeit des Abschieds. Altes wird losgelassen. Das Element Metall wurde aus mehreren Gründen ausgewählt:

Die Bäume für das Heizen im Winter werden mit der Axt oder mit der Säge gefällt. Und im alten China wurden die Steuern im Herbst notfalls mit dem Schwert eingefordert. Das Metall stellt also eine „harte“ Grenze dar.

Auf der körperlichen Ebene steht Metall für den Funktionskreis Lunge und Dickdarm. Hier sind also die Ausscheidungen von Stoffwechselschlacken zugeordnet. Aus diesem Grund werden bei Hauterkrankungen zuerst Disbalancen im Element Metall gesucht.


Beispiele von Nahrungsmittel des Metallelementes:

Hafer, Reis, Wild,
Gemüsefarbe: Eher weißlich

 

 

Das Element Wasser

 

Im kalten Winter sind die Tage kurz und die Nächte lang und dunkel. Die Lebenskraft liegt als Keim geheimnisvoll verborgen und verdichtet in der Erde und wartet auf den Frühling. Wasser birgt das Geheimnis des Lebens und der Wiedergeburt nach Buddhistischer Sichtweise.

Wasser wurde als Symbol für den Winter verwendet weil es in drei Zuständen existiert: fest und verdichtet als Eis, flüssig als Wasser und gasförmig als Dampf.

Das Element Wasser kann Qi in den festen, flüssigen und flüchtigen Zustand transformieren.

Auf der körperlichen Ebene sind dem Element Wasser die Niere und die Blase zugeordnet. Die Ohren als Sinnesorgan sind die Öffnungen dieses Funktionskreises.


Nahrungsmittel des Wasserelementes:

Fisch, Thunfisch, Hülsenfrüchte,
Gemüsefarbe: Dunkel

 

 

Das fünfte, zentrale  Element:

Die Erde - In der TCM genannt: Die Mitte.

 

Zwischen den vier Jahreszeiten gibt es so genannte Übergangsjahreszeiten, die vier Zwischenjahreszeiten, die durch den Begriff Erde symbolisiert werden.

 

Elementekreis

Abbildung: Das Element Erde in der „Mitte“

 

 

Die Erde trägt und versorgt alles Leben und ist deshalb immer gegenwärtig. Die Erde befindet sich in der Mitte zwischen Ausdehnung (Frühjahr und Sommer) und Zusammenziehung (Herbst und Winter) Aus diesem Grund wird das Erdelement in vielen Darstellungen in der Mitte abgebildet.


Der wichtigste Zeitpunkt für die Erde ist der Spätsommer, weil die Erntezeit die Erdeigenschaft des Versorgens am besten darstellt. Deshalb wird das Erdelement im traditionellen Fünf-Elementestern meist im Spätsommer zwischen dem Element Feuer und dem Element Metall angeordnet.

Die TCM bezeichnet diesen Bereich als Grundlage der erworbenen Konstitution. Er nimmt alle Nahrungseinflüsse auf und verarbeitet sie. So schafft dieser Funktionskreis ein Reservoir an Qi-Kräften.


Beispiele von Nahrungsmittel des Elementes Erde:

Vom artgerecht gehaltenen Rind: Rindfleisch, Hirse, Kartoffeln, Dinkel
Gemüse: Gelb/Orange/ Braun
Anmerkung: Rind stärkt auch die Jing-Essenenz der Niere.

 

 

Die Erkrankungen der „Mitte“ in der Tierheilkunde:

 

Die Erkrankungen der „Mitte“, des Elementes Erde, sind die verhängnisvollsten. Sie sind auch am schwierigsten zu therapieren und erfordern große Mithilfe und Empathie (Einfühlungsvermögen) des Tierhalters. Die ständige Überforderung gerade dieses zentralen Elementes durch einseitige Fehlernährung oder Überernährung, falsche oder wahllose Medikamentengabe, Überlastung des Tieres durch ungezügelte Informationsflut seitens der Besitzer passiert sehr häufig. Diese Überforderung führt zu einer schleichenden energetischen Dezimierung der zentralen Instanz der „Mitte“ des Körpers.

Auf körperlicher Ebene sind dem Element Erde die Funktionskreise Pankreas und Magen zugeordnet. Das Sinnesorgan ist der Mund.

 

 

Die Jahreszeiten des Lebens

 

Auch das menschliche und tierische Leben hat seine Jahreszeiten. Für jede Lebensphase gibt es wertvolle Ernährungsempfehlungen.


Zwei Beispiele zu den Jahrszeiten des Lebens:

  • Stärkung der Mitte, Funktionskreis Miz-Pankreas (Erde)



Gegen Ende des mittleren Lebensalters unserer Haustiere wird die Milz von Natur aus schwächer. Die Verdauungskraft, das „Feuer“ in der TCM, lässt nach, die Produktion der Körpersäfte kommt langsam zum erliegen. Deshalb nehmen die Tiere an Gewicht zu, ohne dass sie mehr Nahrung aufnehmen. (Bei uns Menschen ist es oft dass selbe Problem in dieser Lebensphase)

Deshalb ist jetzt vor allem auf eine Milz-Qi-tonisierende Ernährung zu achten. Wird dies nicht berücksichtigt, kann die Arthrose, bedingt durch die Gewichtszunahme, ein typisches Leiden sein, was in diesem Alter beginnt. Also keine „Alterserscheinung“, sondern ungünstiges bis falsches Fütterungsmanagement.

Ebenso können Milz-Qi stärkende Kräuter und Akupunktur in die Anwendung miteinbezogen werden.

 

  • Das Alter

 

Stärkung der Niere, Funktionskreis Niere und Blase. (Wasser) Regenerationsbedarf des Körpers.


Im Seniorenalter unserer Haustiere werden das Nieren-Yin (Flüssigkeiten) und das Nieren-Jing (Nierenfeuer) schwächer und es tritt häufig eine Trockenheitsproblematik auf, wie Verstopfung und trockene Hautkrankheiten. Auch beginnen die befürchteten chronischen, multiplen Krankheiten, bei denen in der Regel mehrere Organe nacheinander insuffizient werden.
Ernährungsempfehlung wären hier: Nieren-Yin, Nieren-Yang und Nieren-Jing aufbauende und toniserende Nahrungsmittel. Ebenso können katabol wirkende Kräuter und Akupunktur hervorragend in die Therapie miteinbezogen werden.

 

 

Weiterführende Literatur:

 

Ted J. Kaptchuk: Das große Buch der chinesischen Medizin. Die Theorie von Yin und Yang in der Praxis Heyne Verlag


Carl-Herman Hempen: Die Medizin der Chinesen. Erfahrungen mit fernöstlicher Heilkunst.

Allen M. Schoen als Herausgeber: Akupunktur in der Tiermedizin / Urban und Fischer

Robert Jones: Die Kunst der Akupunkturtechniken.

Cheryl Schwartz:: Traditionelle Chinesische Medizin für Hunde und Katzen. Sonntag Verlag

Gertrude Kubiena und Boris Sommer: Therapiehandbuch Akupunktur Praxisorientiertes Lehr- und Arbeitsbuch ( Humanmedizin)